Privates Sankt-Josef-Gymnasium Biesdorf
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14.01.2011

"Helfen lernen!"
Ausbildung zum Schulsanitäter am St.-Josef-Gymnasium

"Noch nie haben sich so viele 9er und 10er für den Sanitäterkurs der Malteser interessiert wie in diesem Schuljahr. Das liegt vielleicht daran, dass dieses Jahr so gute Werbung von Herrn Edringer und Co. gemacht wurde oder wegen des Reizes mit dem Pieper rumzulaufen, aber ein vielleicht noch größerer Reiz ist die "Angenehme Unterbrechung vom Unterricht" meint sogar eine Mitschülerin.


Großer Andrang an den verschiedenen Stationen beim Erste-Hilfe-Kurs

Durch das große Interesse wurde dieses Jahr eine etwas andere Ausbildungsmethode angewendet: Nach dem vierteiligen Erste-Hilfe-Kurs werden die Schüler für den weiterführenden Sanitäterkurs ausgewählt. Diejenigen, das sind ca. 20 - 25, die dann weiter machen dürfen, haben noch 10 bis 12 Nachmittage Zeit, um die endgültige Sanitäterausbildung zu machen.
Ausbilder sind Patrick Serwe und Andreas Burger vom Malteser Hilfsdienst, die von einigen Sanitätern aus der Schule unterstützt werden, wie zum Beispiel Pamina Eisen (Stufe 13), die seitens der Schüler für die Organisation des Sanitätsdienstes an der Schule verantwortlich ist.
Die Verantwortlichen befürworten die Sanitäterausbildung an den Schulen sehr, weil sie der Meinung sind, dass man im Ernstfall helfen können und nicht nur daneben stehen sollte. Biesdorf ist relativ weit von Rettungsdienststandorten entfernt, deshalb ist es besonders wichtig, den Betroffenen rasch helfen zu können, noch bevor der Rettungsdienst vor Ort ist.


Wiederbelebung an der Übungspuppe - hier unter Anleitung von Patrick Serwe

Patrick Serwe (Abitur 2007 in Biesdorf), der bereits als Schüler die Sanitäterausbildung an unserer Schule gemacht hat, ist heute Rettungsassistent im Praktikum beim Malteser Hilfsdienst. Davor hat er ein Berufspraktikum bei der Rettungswache in Welschbillig gemacht. Ihn fasziniert vor allem, dass man jeden Tag etwas Abwechslung hat, und er wünscht sich, dass er später mal sagen kann, dass er etwas Sinnvolles in seinem Leben gemacht hat.
Die Motivation der Kursteilnehmer ist unterschiedlich: Einige machen die Sanitäterausbildung, weil sie Freude daran haben, anderen zu helfen. Andere streben einen medizinischen Beruf an und nutzen den Kurs um erste Erfahrungen und Wissen auf diesem Gebiet zu sammeln und um zu erkennen, ob sie für eine solche Tätigkeit geeignet sind. Wiederum Andere bekommen durch die Ausbildung einen Anreiz, Mediziner zu werden oder einen Beruf im Rettungsdienst zu ergreifen.
Ein angenehmer Nebeneffekt ist für manche Teilnehmer sicherlich auch die Anerkennung des Kurses für die Führerscheinprüfung.
Diese Sanitäterausbildung ist also nicht nur eine gute und lehrreiche Erfahrung, sondern fördert auch das soziale Engagement. Durch ihren Einsatz als Schulsanitäter lernen die Schüler bereits frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen."
(Lena Schuh, Klasse 9 d)


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