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... das sagte
Monsignore Winfried Pilz, zehn Jahre lang Präsident des Kindermissionswerkes/Aktion
Dreikönigssingen und auch des Katholischen Missionsrates, im
Eröffnungsgottesdienst für das Schulfest am St.-Josef-Gymnasium
in Biesdorf.
Natürlich bezieht er sich dabei auf die derzeitige Fußballweltmeisterschaft
und darauf, dass die Spieler häufig nach Spielende in einer
fairen Geste ihre Trikots mit der gegnerischen Mannschaft tauschen.
Der erfahrene Jugendseelsorger schlägt sehr anschaulich die
Brücke zur Berufung an Elischa, dem der Prophet Elija im Auftrag
Gottes seinen Mantel überwirft, wie die Tageslesung (1 Kön
19,-21) berichtet. "Ein Generationenwechsel steht an, auch
in der Kirche heute. Wie sich in den jungen Völkern Afrikas
viele der christlichen Botschaft geöffnet haben und mit ihrer
Glaubensfreude frischen Wind in die Kirche bringen, so ist auch
die begeisterte Teilnahme ihrer Mannschaften an der Fußballweltmeisterschaft
Zeichen, dass sie dabei sein, gleichberechtigt mitspielen wollen.

Monsignore Pilz bei seiner Predigt in der Klosterkirche in Biesdorf
Die gläubige Begeisterung der jungen Kirchen ist Herausforderung
und zugleich Ermutigung für junge Christen bei uns. Ihr seid
berufen, im Leben der Kirche - so wie beim Fußball - nicht
bloß Zuschauer zu sein, nicht einfach abwartend auf der Reservebank
zu sitzen, sondern auf dem Spielfeld einer weltweiten Glaubensgemeinschaft
vollen Einsatz zu zeigen."
Winfried Pilz
erzählt begeistert von seinen Begegnungen mit vielen jungen
Menschen, die in einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) oder auch
als Missionare auf Zeit (MAZ) ihren Dienst in Ländern der "Dritten
Welt" tun. "Sie wissen sich aus dieser Erfahrung mit den
Menschen dort reich beschenkt, für ihr ganzes weiteres Leben.
Eure ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschüler, die einen
solchen Einsatz gewagt haben, sehen das gewiss nicht anders. Ein
Projekt wie Eure Partnerschaft mit einer Schule in Ghana kann nur
beide, Deutschland und Ghana, gewinnen lassen. Ich finde in alldem
die überzeugende Bestätigung einer jahrzehntelang unveränderten
Konstante in Umfrageergebnissen über das religiöse Leben
in unseren Ländern. So zeigt wieder die neueste Allensbachstudie:
je stärker - auch junge - Menschen sich einer religiösen
Gemeinschaft aktiv verbunden wissen, um so wacher und engagierter
sind sie gegenüber sozialer Not, umso mehr setzen sie sich
ein für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung,
umso mehr bedeuten ihnen Familie und verlässliche Freundschaft
Gleichgesinnter. - Das Leitbild, das die Schulgemeinde sich gegeben
hat, gibt den richtigen Trainings- und Spielplan' vor."
Bei der anschließenden
Hauskirmes, in diesem Jahr - wie fast immer - bei sonnigem, heißem
Wetter, zeigte sich wieder einmal, dass die Schulgemeinschaft zu
feiern weiß. Hoher Einsatz bei Schülerinnen und Schülern,
bei Eltern und Lehrerinnen und Lehrern bescherte allen ein gelassen-frohes
Zusammensein. Großer Andrang an den Spieleständen, wo
Geschicklichkeit und Können gefragt waren, eine heiße
Fußballübertragung vom Achtelfinalspiel Deutschland -
England in der großen Turnhalle oder Gelegenheit zum Gespräch
auf dem Schulhof an den Getränkeständen, im Bistro oder
in der Cafeteria stärkten die Gemeinschaft, nicht zuletzt in
der Wiederbegegnung mit vielen Ehemaligen.
Dazu präsentierten
das Blasorchester und die Big-Band ihr Können auf dem Schulhof
einem begeisterten Publikum. So war es kein Wunder, dass die große
Tombola nicht das Ende des Tages markierte, sondern dass danach
die meisten zusammenblieben und erst viel später den Heimweg
antraten.
Alle kamen auf
ihre Kosten und wussten gleichzeitig, dass sie mit diesem Fest auch
anderen helfen, weil ein Teil des Ertrags wieder dem Projekt Schulpartnerschaft
in Ghana zugute kommt. Der Tag wird noch lange in guter Erinnerung
bleiben.

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