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Schulträger heute: St.-Josef-Gymnasium e.V.
Schulträger des St.-Josef-Gymnasiums in Biesdorf ist heute
der St.-Josef-Gymnasium e.V., ein eingetragener gemeinnütziger
Verein, dessen satzungsgemäßer Zweck es ist, die Trägerschaft
der Schule wahrzunehmen.
Die Schule ist am 25. April 1922 als Missionsschule vom Orden der
Missionare von der Heiligen Familie gegründet worden, um hier
den Ordensnachwuchs auszubilden. Sie hat eine wechselvolle Geschichte
erlebt, die an anderer Stelle - Chronik
und Missionare von der Heiligen
Familie - nachzulesen ist.
Der zahlenmäßige Rückgang der Mitglieder in der
deutschen Ordensprovinz der Missionare von der Heiligen Familie
veranlasste den Orden als Schulträger des St.-Josef-Gymnasiums,
die Schulträgerschaft so zu gestalten, dass der Fortbestand
der Schule sichergestellt sein sollte. Das war der Hintergrund für
die Gründung des St.-Josef-Gymnasium e.V. am 10. November 2000.
In diesen Verein sind neben Einzelpersonen mit einem persönlichen
Interesse an der Zukunft der Schule der Orden der Missionare von
der Heiligen Familie sowie das Bistum Trier eingebunden. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass das St.-Josef-Gymnasium als katholische
Schule in freier Trägerschaft weitergeführt wird und die
zukünftige inhaltliche Gestaltung der Schule sich aus der Ordenstradition
weiterentwickelt und diese Tradition fortgeführt wird. Die
staatliche Anerkennung als Ersatzschule bleibt weiterhin gegeben,
womit die Gültigkeit aller hier erworbenen Abschlüsse
und Berechtigungen wie an jeder öffentlichen Schule gesichert
ist. Seit dem 1. August 2001 ist die Trägerschaft der Schule
auf den Verein übergegangen.
Der Schulträger des St.-Josef-Gymnasiums in Biesdorf ist damit
die Verpflichtung eingegangen, eine Schule zu gestalten, die gemäß
der Forderung des Privatschulgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz
"das Schulwesen des Landes bereichert". In diesem Zusammenhang
ist das Leitbild
zu sehen, das seit dem Josefstag, 19. März 2008, in Kraft ist,
und sind die Angebote der Schulseelsorge
sowie das erzieherische Bemühen und die pädagogischen
Initiativen zu verstehen. Gerade die Einführung des Marchtaler
Plans am St.-Josef-Gymnasium ist Ergebnis des hier gelebten
christlichen Menschen- und Weltbilds.
Begründer der Schule:
Die Missionare von der Heiligen
Familie
Begründet im Jahre 1895 durch Pater Jean Berthier, Mitglied
der Ordensgemeinschaft von La
Salette/Frankreich, hat die Kongregation der Missionare von
der Heiligen Familie sich zum Ziel gesetzt, Priester und Laienbrüder
heranzubilden und das Evangelium zu verbreiten.
Film La Salette
Ermutigt durch Papst Leo XIII., der dem Gründer wünschte,
dass sein "zeitgemäßes Werk bald zustande komme",
entstand in Grave/Holland das erste Priesterseminar. Gottvertrauen,
Einfachheit und Familiensinn prägten die neue Gründung,
die Pater Berthier unter den Schutz der Heiligen Familie stellte.
Der missionarische Einsatz erfolgte in weit auseinander
liegenden Gebieten der Erde: im Amazonasgebiet Brasiliens, in Texas, in den Urwälder
Ost-Borneos, in Java/Indonesien, Nord-Norwegen, in den Armenvierteln von Buenos
Aires und in Madagaskar. Heute sind mehr als 1000 Mitglieder der Kongregation
in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika tätig. In
Deutschland gibt es die Missionare von der Heiligen Familie seit 1919. Von neun
Niederlassungen aus wirken sie in verschiedenen Bereichen der Seelsorge. In eigener
Trägerschaft führt die etwa 200 Mitglieder starke Provinz zwei Privatschulen:
Biesdorf (Rheinland-Pfalz) und Lennestadt (Nordrhein- Westfalen). Die beiden Häuser
in Mainz und Lebenhan dienen der Sorge um geistliche Berufe. Das Berthierhaus
in Mainz ist Noviziat und Ordensseminar. Die Studenten besuchen die Universität
in Mainz.
Die Missionsprokura in Betzdorf (vormals Düren und Mainz)
sorgt für die 60 deutschen Missionare, aber auch für andere
Mitglieder der Gemeinschaft in sieben überseeischen Provinzen.
Ein besonderes Arbeitsgebiet der deutschen Provinz ist die Seelsorge
in der Diaspora Nord-Norwegens. In Mainz ist der Sitz der Provinzleitung.
Die seelsorglichen Aufgaben der deutschen Ordensmitglieder sind
vielfältig: Pfarrei-, Behinderten- und Krankenseelsorge, Unterricht
an staatlichen Schulen und Medienarbeit. Ein bindendes Glied zwischen
den einzelnen Ordensmitgliedern und den interessierten Gläubigen
ist die Zeitschrift "Sendbote", die monatlich neben Themen
der Kirche und der Mission vor allem Lebenshilfe für den Einzelnen
und die Familie bringt.
Neue Trägerschaft ab dem 01.08.2001
"Nicht Nachlassverwalter, sondern Wegbereiter". So sagte
der Provinzobere der Deutschen Ordensprovinz der Missionare von
der Heiligen Familie (MSF), P. Dieter Knoche, bei der öffentlichen
Veranstaltung zum Trägerwechsel am 21. September 2001 in Biesdorf.
"Wir, die Ordensgemeinschaft, übergeben das Private Sankt-Josef-Gymnasium
an den neuen Träger, den Sankt-Josef-Gymnasium e. V. mit frohem
und erleichtertem Herzen, [...]"

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